Egoscue-Methode: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 11. Oktober 2013, 22:15 Uhr

Die Egoscue-Methode (sprich: "Igosskjuh", [i:'goskju:]) ist eine Haltungstherapie, die durch Bewegungsübungen die Funktion des Bewegungsapparats verbessert und wiederherstellt. Dies bewirkt automatisch eine Verbesserung der Körperhaltung. Die Methode ist nach ihrem Begründer Pete Egoscue (geb. 1945) benannt.

Durch regelmäßiges Ausführen eines Übungsprogramms erlangt der Körper mehr Beweglichkeit und Stabilität. Es hilft, Schmerzen vorzubeugen, sie zu reduzieren oder zu beseitigen und Verletzungen (z.B. Umknicken mit dem Fuß) zu vermeiden. Die Übungen stammen aus verschiedenen Bereichen wie z.B. dem Yoga, dem Breitensport oder wurden eigens durch die Egoscue-Methode entwickelt. Allen ist gemein, dass sie die Haltung verbessern und ganzheitlich auf den Körper Einfluss nehmen. Das Wort "Haltung" wird als Synonym für "Gelenkstellung" verwendet.

Entstehung

Anfang der 1970er Jahre erlitt Pete Egoscue eine schwere Verletzung. In der anschließenden Rehabilitation beschäftigte er sich intensiv mit „dem menschlichen Körper und seinen anatomischen, physiologischen, kinesiologischen und biomechanischen Grundlagen“.[1] Mit selbst ausgewählten Übungen beschleunigte er seinen Heilungsprozess erheblich. In der Folgezeit wandte Egoscue sein Wissen zunächst im Freundes- und Familienkreis an. Aufgrund seiner Erfolge „arbeitet er seit 1978 Vollzeit“[2] mit seiner Methode.

Grundlage

Die Egoscue-Methode vertritt die Überzeugung, dass jeder Mensch mit der Fähigkeit geboren wird, die korrekte Haltung auszubilden. Eine gute Körperhaltung ist Ausdruck eines gesunden und funktionierenden Bewegungsapparats. Um diese Funktionen zu entwickeln und zu erhalten, benötigt der Körper ausreichend Bewe- gung. Aufgrund des Bewegungs-mangels der heutigen Zeit kommt es aber immer häufiger zu Fehlhaltungen. Selbst vielen Sportlern fehlt die Bewegungsvielfalt, die der Bewegungsapparat braucht. Neben dem regelmäßigen Ausführen des Übungsprogramms empfiehlt Pete Egoscue, seine Umgebung bewegungsreich zu gestalten.

„Das Ziel ist, dem Körper zu erlauben, zu seinem Geburtsrecht zurückzukehren: seiner Musterhaltung; und er kann es, weil er niemals die Erinnerung verliert.“[3]

Das Modell der guten Haltung

Functional Design Posture.jpg

Nach kurzem Treten auf der Stelle und anschließendem lockeren Stehen sollte sich folgendes Bild ergeben. Die gewichttragenden Gelenke, Füße, Knie, Hüften und Schultern liegen in der Vorder- und Rückansicht senk- recht übereinander (Schultern können abweichen), befin- den sich jeweils auf gleicher Höhe und zeigen nach vorn (d.h. keine Verdrehung). Das Gewicht ist gleichmäßig zwischen linker und rechter Körperseite verteilt. Die Innen- und Außenkanten der Füße sind jeweils gleich- stark belastet.

Auch in der Seitenansicht bilden die gewichttragenden Gelenke eine vertikale Linie, der Kopf sitzt direkt über den Schultern. Das Gewicht in den Füßen ist gleich- mäßig zwischen Ballen und Ferse verteilt. Die Wirbel- säule hat eine Doppel-S-Form. Das Becken ist gerade (vorderer oberer Darmbeinstachel und hinterer oberer Darmbeinstachel auf einer waagerechten Linie), also nicht gekippt.

Die korrekte Haltung ist nicht in erster Linie Schönheits- ideal, sondern gewährleistet die richtige Funktion und Zusammenarbeit der Muskeln des Bewegungsapparats. Außerdem bestimmt die Gelenkstellung die Lage von Nerven, Blutgefäßen und inneren Organen und somit deren Funktion.

Die Haltungstherapie

Entwicklung in 9 Monaten

Auf der Basis einer Haltungsanalyse und Funktionstests erstellt der Therapeut ein individuelles Übungsprogramm für den Klienten. Die Übungen werden sofort auf ihre Wirksamkeit in Bezug auf Funktion und Haltung überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht. Der Klient sollte die Übungen täglich zuhause ausführen. Bei der nächsten Therapieeinheit – nach ca. einer Woche – wird ein neues Übungsprogramm erarbeitet.

Neben dem Haltungstraining in einer Praxis gibt es die Möglichkeit der Online-Therapie. Dabei schickt der Klient Fotos seiner Haltung per E-Mail an den Therapeuten und erhält nach deren Auswertung ein individuelles Übungsprogramm. Eine weitere Form der Online-Therapie ist die Interaktion via Skype.

Übungsprogramme

Mit einem individuellen Übungsprogramm werden die Fortschritte am schnellsten erzielt. Desweiteren beschreibt Egoscue in seinen Büchern Übungsprogramme zu verschiedenen Themen: für Haltungstypen, gegen Schmerzen von Kopf bis Fuß, zur Vorbereitung auf Sport, für Computernutzer, für (schwangere) Frauen und für Charaktertypen.

Rezeption

Die Egoscue-Methode ist hauptsächlich in den USA verbreitet. Profi-Golfer Jack Nicklaus, langjähriger Klient von Pete Egoscue, schrieb im Vorwort zum Buch Health Trough Motion: „Niemals habe ich eine so vollständige Schmerzlinderung erfahren wie mit der Egoscue-Methode.“[4]

In verschiedenen Fachzeitschriften so z.B. in Sports Illustrated finden sich Artikel[5] [6]über die Methode.

Literatur

  • Pete Egoscue, Roger Gittines, Ina Schicker, Claudia Magiera, Heino Nimritz (Übers.): Schmerzfrei leben mit der Egoscue-Methode. Das revolutionäre System gegen chronische Schmerzen.ÄÄ Beust-Verlag, München 2000, ISBN 3-895300-30-6
  • Pete Egoscue, Roger Gittines: The Egoscue Method of Health Through Motion. A Revolutionary Program That Lets You Rediscover the Body's Power to Protect and Rejuvenate Itself. HarperCollins, New York 1992, ISBN 0-06-016881-1
  • Pete Egoscue, Roger Gittines: Pain Free. A Revolutionary Method for Stopping Chronic Pain. Bantam Books, New York 1998, ISBN 0-553-37988-7
  • Pete Egoscue, Roger Gittines:Pain Free at Your PC. Bantam Books, New York 1999, ISBN 0-553-38052-4
  • Pete Egoscue, Roger Gittines: Pain Free for Women: The Revolutionary Program for Ending Chronic Pain. Bantam Books, New York 2003, ISBN 0553380494
  • Pete Egoscue, Roger Gittines: Pain Free Living. The Egoscue Method for Strength, Harmony and Happiness. Sterling Publishing, New York 2011, ISBN 1-4027-8643-3

Einzelnachweise

  1. Pete Egoscue, Roger Gittines; Ina Schicker, Claudia Magiera, Heino Nimritz (Übers.): Schmerzfrei leben mit der Egoscue-Methode: Bucheinband
  2. Pete Egoscue, Roger Gittines: Pain Free at Your PC: Bucheinband.
  3. http://www.shareguide.com/Egoscue.html Interview with Pete Egoscue. Pain Relief Expert, Educator and Bestselling Author. Interview by Janice Hughes and Dennis Hughes, Share Guide Publishers, Share Guide 2004. Abgerufen am 1.12.2012.
  4. Pete Egoscue, Roger Gittines: Health Through Motion: S. XV.
  5. http://sportsillustrated.cnn.com/2005/players/01/18/workout0124/ Lisa Altobelli, Sports Illustrated 24.1.2005. Abgerufen am 15.12.2012.
  6. http://www.egoscue.com/articles.php Übersicht der Artikel. Abgerufen am 15.12.2012.

Weblinks

Soziale Netzwerke

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